Rezension (III)

V.i.S.d.P. schreibt zu den Alpha-Journalisten: Wer schon immer wissen wollte, weshalb Gabor Steingart kein Pullovermann ist oder wie der "brutalste Lächler" Giovanni di Lorenzo beinahe zur rechten Hand von Berlusconi geworden wäre, der sollte sich Die Alpha-Journalisten zu Gemüte führen. Auf gut 400 Seiten werden die 30 einflussreichsten Jour-nalisten von Aust und Diekmann über Jauch und Köppel bis hin zu Wagner und Strunz von Autoren wie Hans-Jürgen Jakobs oder Jakob Augstein porträtiert. Die gut recherchierten Biografien sind gespickt mit Anekdoten, etwa über den gerade noch vereitelten Freitod von Franz Josef Wagner. Wirklich überraschend sind die Beschreibungen allerdings nicht. So bleibt Klaus Kleber die blauäugige, personifizierte Anchorman-Instanz und Schirrmacher der Dirty Harry des deutschen Feuilletons. Als unterhaltsame Mischung aus Klolektüre und ernster Medienanalyse trotzdem lesenswert.