Josef Joffe: Der Dickbrettbohrer



Geboren in Lódz am 15. März 1944. Aufgewachsen in Westberlin.

1962 bis 1965: Studium Wirtschaft, Politische Wissenschaften und Philosophie am Swarthmore College (Pennsylvania/ USA); 1965 bis 1966: College of Europe (Bruges/ Belgien); 1966 bis 1967: Johns Hopkins University (M.A. in International Studies); 1967 bis 1969: Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik (Ebenhausen); 1975: Promotion in Harvard und anschließende Arbeit als Postdoctoral Fellow am Center for International Affairs der Harvard University; 1976: Politischer Redakteur bei der Zeit, ab 1980 mit Michael Naumann Leiter des Ressorts »Dossier«; 1982: Fellow am Woodrow Wilson Center for Scholars; 1983: Professorial Lecturer an der Johns Hopkins School of Advanced International Studies / Senior Associate am Carnegie Endowment for International Peace; 1985: Leiter des Ressorts Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung; seit 2000: Mit-Herausgeber der Zeit, von 2001 bis August 2004 auch (zusammen mit Michael Naumann) Chefredakteur der Wochenzeitung.

Diverse Lehrtätigkeiten in den USA, Österreich und Deutschland. Moderator der Münchner Runde im Bayerischen Fernsehen. Gastvorlesungen und -beiträge an zahlreichen Universitäten, Zeitungen und Zeitschriften.


Mitgliedschaften, Ämter

Gründungs- und Mitherausgeber der Zeitschrift The American Interest (mit Francis Fukuyama und Zbigniew Brzezinski); Board of Governors der Ben Gurion University, Hochschulrat der International University Bremen, Gesellschafter der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung Berlin, Aufsichtsrat der Goldman Sachs Foundation New York, Kurator beim Aspen-Institute Berlin, der American Academy Berlin, des Leo Baeck Institute New York, des Deutschen Museums München und des American Institute for Contemporary German Studies, Redaktionsbeirat bei Internationale Politik, International Security und Prospect, Mitglied des American Council on Germany und des International Institute for Strategic Studies, Distinguished Visiting Fellow des Stanford Institute for International Studies und Visiting Fellow in International Relations der Hoover Institution, Stanford.


Veröffentlichungen

Die Hypermacht. Warum die USA die Welt beherrschen. Hanser 2006

The Future of International Politics: The Great Powers. 1998

The Limited Partnership: Europe, the United States and the Burdens of Alliance. 1987

Friede ohne Waffen? Der Streit um die Nachrüstung. Heyne Verlag 1981 (als Herausgeber)


Auszeichnungen (Auswahl)

1998 Ludwig-Börne-Preis
1996 Bundesverdienstorden
1995 Columbus-Preis
1982 Theodor-Wolff-Preis


Links

http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Joffe