Giovanni di Lorenzo: Der Menschenfänger



Geboren in Stockholm am 9. März 1959 als Sohn eines Medienmanagers und einer Psychotherapeutin

1979 bis 1983 freier Mitarbeiter bei der Neuen Presse in Hannover, danach Studium der Kommunikationswissenschaft, Neuen Geschichte und Politik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München; 1984 Auftritt in der Fernsehsendung Live aus dem Alabama des Bayerischen Rundfunks gefiel den Verantwortlichen so gut, dass sie di Lorenzo zum Moderator machten. Fortan durfte er auch den ARD-Jugendabend des BR moderieren und übernahm 1989 die TV-Talkshow III nach 9 von Radio Bremen, die er auch heute noch moderiert; 1985: Beratervertrag für die Neugestaltung der Süddeutschen Zeitung (SZ) als Mitarbeiter des bekannten Grafikers Karl Gerstner; 1987 bis 1994: politischer Reporter der SZ im Ressort Innenpolitik; 1994 bis 1998: Leiter der »Seite drei« der SZ; 1999 bis 2004: Chefredakteur des Tagesspiegel in Berlin; seit 2004: Chefredakteur von Die Zeit in Hamburg und  Mitherausgeber des Tagesspiegels. Er hatte entscheidenden Anteil daran, den Tagesspiegel im so genannten ›Berliner Zeitungskrieg‹ als Qualitätsblatt zu positionieren. Danach vertraute ihm die Verlegerfamilie Holtzbrinck das Wochenblatt Die Zeit an, wo er die unter seinen Vorgängern Michael Naumann und Josef Joffe betriebene Reform erfolgreich weiterführte. Die Zeit ist heute eine der wenigen Zeitungen mit steigender Auflage.

Di Lorenzo ist mit der RTL-Moderatorin Sabrina Staubitz liiert und lebt in Hamburg


Veröffentlichungen

Stefan, 22, deutscher Rechtsterrorist: Mein Traum ist der Traum von vielen. Hamburg, Rowohlt-Verlag 1984.


Auszeichnungen

2006 Medienpreis für Sprachkultur der Gesellschaft für deutsche Sprache (zusammen mit Günther Jauch)
2005 Internationaler Journalistenpreis Premio Ischia des italienischen Staatspräsidenten
2001 Goldene Feder der Verlagsgruppe Bauer und Preis der europäischen Presse
1993 Theodor Wolff Preis für eine Reportage über einen dunkelhäutigen Polizisten in Sachsen
1992 Silberne Medaille der Stadt München sowie 1993 einen Bambi als Sprecher der von ihm mitgegründeten Bürgerinitiative »München – eine Stadt sagt nein«, die Deutschlands erste Lichterkette gegen Ausländerfeindlichkeit organisierte.
1986 Adolf Grimme Preis in Silber für eine Ausgabe der TV-Sendung »Live aus dem Alabama« über AIDS


Links

http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_di_Lorenzo
http://biografien.focus.de/templ/te_bio.php?PID=2075&RID=1